Augenarzt-Praxis Prof. Dr. med. Hirneiß

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Untersuchungen

Gesichtsfelduntersuchung (Perimetrie)

Wie gut Sie Ihre Umgebung wirklich sehen

Die Gesichtsfelduntersuchung ist ein wichtiger diagnostischer Test in der Augenheilkunde. Sie prüft, wie groß Ihr Sehbereich ist und ob es Ausfälle im sogenannten Gesichtsfeld gibt. Dabei geht es nicht nur um das zentrale, scharfe Sehen, sondern auch um das seitliche, periphere Sehen, das für Orientierung und Sicherheit im Alltag entscheidend ist.

Was ist das Gesichtsfeld?

Das Gesichtsfeld umfasst den gesamten Bereich, den Sie wahrnehmen können, während Sie geradeaus schauen – ohne die Augen zu bewegen. Dazu gehört:

  • das zentrale Sehen (z. B. Lesen, Gesichter erkennen)
  • das periphere Sehen (z. B. Hindernisse erkennen, Orientierung im Raum)

Warum ist die Untersuchung wichtig?

Eine Gesichtsfelduntersuchung hilft, Erkrankungen frühzeitig zu erkennen, zum Beispiel:

  • Grüner Star (Glaukom)
  • Erkrankungen der Netzhaut
  • Durchblutungsstörungen im Auge oder Gehirn
  • Schäden am Sehnerv
  • Neurologische Erkrankungen

Viele dieser Veränderungen bleiben lange unbemerkt, da das Gehirn kleine Ausfälle zunächst „ausgleicht“.

Wie läuft die Untersuchung ab?

Die häufigste Methode ist die computergestützte Gesichtsfeldmessung (Perimetrie).

So läuft sie ab:

  • Sie sitzen vor einem speziellen Messgerät
  • Das nicht geprüfte Auge wird abgedeckt
  • Sie schauen auf ausschließlich einen festen Punkt in der Mitte
  • Kleine Lichtpunkte erscheinen an unterschiedlichen Stellen
  • Jedes Mal, wenn Sie einen Lichtpunkt wahrnehmen, drücken Sie einen Knopf

Die Untersuchung dauert pro Auge etwa 5 bis 10 Minuten.

Ist die Untersuchung anstrengend?

Die Gesichtsfelduntersuchung ist völlig schmerzfrei, erfordert jedoch Konzentration. Es ist normal, dass Sie nicht jeden Lichtpunkt sofort sehen – wichtig ist nur, dass Sie so aufmerksam wie möglich reagieren.

Kurze Pausen zwischen den Tests sind möglich, wenn Sie müde werden.

Was bedeuten die Ergebnisse?

Die Auswertung zeigt:

  • ob das Gesichtsfeld vollständig ist
  • ob Bereiche eingeschränkt oder ausgefallen sind
  • wie stark mögliche Veränderungen ausgeprägt sind
  • ob sich Befunde im Verlauf verändern

Die Ergebnisse helfen dem Augenarzt, Erkrankungen zu erkennen, zu überwachen und die Behandlung anzupassen.

Wie oft sollte die Untersuchung durchgeführt werden?

Die Häufigkeit hängt von der jeweiligen Erkrankung ab. Besonders bei Glaukompatienten sind regelmäßige Kontrollen wichtig, oft alle 6 bis 12 Monate.

Fazit

Die Gesichtsfelduntersuchung ist eine einfache, schmerzfreie und sehr wichtige Methode zur Beurteilung Ihrer Sehfunktion. Sie hilft dabei, Erkrankungen wie das Glaukom frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig zu behandeln, um das Sehvermögen langfristig zu erhalten.

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