Augenarzt-Praxis Prof. Dr. med. Hirneiß

Augenarzt-Praxis Prof. Dr. med. Hirneiß

Eingriffe und Behandlungen

Intravitreale Injektionen

Gezielte Medikamentengabe direkt ins Auge

Die intravitreale Injektion ist eine moderne und sehr häufig angewandte Behandlung in der Augenheilkunde. Dabei wird ein Medikament direkt in den Glaskörper des Auges eingebracht, um Erkrankungen der Netzhaut gezielt zu behandeln.

Wann werden intravitreale Injektionen eingesetzt?

Diese Therapie wird vor allem bei Erkrankungen der Netzhaut angewendet, zum Beispiel bei:

  • Altersbedingte Makuladegeneration (die feuchte Form)
  • diabetischer Netzhauterkrankung (diabetisches Makulaödem)
  • Gefäßverschlüssen der Netzhaut
  • Makulaödem bei hoher Kurzsichtigkeit mit Neubildung von Gefäßen

Wie wirkt die Behandlung?

Die Medikamente werden direkt im Auge verabreicht, damit sie genau dort wirken, wo die Erkrankung entsteht. Je nach Wirkstoff können sie:

  • krankhafte Gefäßneubildungen hemmen
  • Flüssigkeitsansammlungen in der Netzhaut reduzieren
  • Entzündungen bremsen
  • das Sehvermögen zu verbessern oder zumindest zu stabilisieren

Wie läuft die Behandlung ab?

Die Behandlung erfolgt ambulant im Operationszentrum:

  • Das Auge wird mit Tropfen betäubt
  • Das Auge und die Umgebung werden gründlich desinfiziert
  • Ein kleines Instrument hält die Lider sanft offen
  • Das Medikament wird mit einer sehr feinen Nadel in den Glaskörper injiziert
  • Die gesamte Prozedur dauert nur wenige Minuten

Ist die Injektion schmerzhaft?

Die meisten Patienten empfinden die Behandlung als gut verträglich. Durch die Betäubungstropfen ist der Eingriff in der Regel kaum schmerzhaft. Man spürt meist nur einen kurzen Druck oder ein leichtes Fremdgefühl. Nach Abklingen der Betäubung empfinden manche Patienten ein Kratz- oder Fremdkörpergefühl aufgrund des Desinfektionsmittels. Diese Beschwerden können mit Tränenersatztropfen deutlich gemildert werden und sind medizinisch harmlos.

Wie oft ist die Behandlung notwendig?

Die intravitreale Therapie ist eine Behandlung, die in aller Regel (mehrfach) wiederholt werden muss. Zu Beginn erfolgen häufig mehrere Injektionen in regelmäßigen Abständen. Danach wird je nach Verlauf individuell entschieden, wie das Therapieintervall verlängert werden kann oder ob eine Pause gänzlich erfolgen kann.

Regelmäßige Kontrollen sind sehr wichtig, um den Therapieerfolg zu überwachen und weiter die Therapie zu steuern.

Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Die Behandlung gilt als sehr sicher. Mögliche, meist vorübergehende Reaktionen sind:

  • leichte Rötung des Auges
  • Fremdkörpergefühl
  • kleine Blutung an der Einstichstelle
  • vorübergehende Sehschwankungen

Seltene, aber ernsthafte Komplikationen wie Infektionen müssen sofort ärztlich behandelt werden.

Wann sollten Sie sofort zum Arzt?

Bitte suchen Sie umgehend eine Augenarztpraxis oder die Notfallambulanz einer Augenklinik auf bei:

  • starken Schmerzen im Auge
  • deutlicher Sehverschlechterung
  • zunehmender Rötung
  • starker Lichtempfindlichkeit
  • plötzlichem Auftreten vieler schwarzer Punkte oder Schatten

Fazit

Die intravitreale Injektion ist eine moderne, bewährte und sehr effektive Behandlungsmethode für verschiedene Netzhauterkrankungen. Seit dem Jahr 2006 hat sie die Behandlung vieler Netzhauterkrankungen revolutionert. Sie ermöglicht es, Medikamente direkt am Ort der Erkrankung wirken zu lassen und so das Sehvermögen zu verbessern oder zu stabilisieren. Regelmäßige Kontrollen und eine konsequente Therapie sind entscheidend für den Behandlungserfolg.

Wir nehmen uns Zeit für Sie und Ihre ganz persönlichen Anliegen

So erreichen Sie uns: